2014_06_22: Stadlwand / Richterweg + Stadelwandgrat 5-

Die Kombination der beiden Gratanstiege Richterweg und Stadlwandgrat ist einer der besten und längsten Genussklettereien im Rax/Schneeberggebiet und Stand schon lange auf meiner Wunschliste. Wir erwischten einen perfekten, aber zum Glück kühlen Sommertag. Der Weckruf war diesmal überflüssig, da am free Campingplatz im Kaiserbrunn um kurz nach 6 schon einiges los war. Um halb 7 war dann schon fast jeder auf den Beinen und das waren nicht wenige. Ich glaube so voll habe ich den Campingplatz noch nie gesehen. Da der große Run auf die begehrten Routen wohl bald beginnen würde, beeilten wir uns mit dem Frühstück und waren dann schon um 7:15 beim Stadlwandparkplatz. Der Parkplatz war leer, bis auf ein Auto - gute Chancen also das wir die ersten in der Tour sind. Um 8:15 waren wir dann beim Einstieg, leider aber nur als 2te Seilschaft. Dann gabs gleich noch Steinschlag als Begrüßung und wir ärgerten uns, doch nicht die ersten zu sein. Also Hektik bringt jetzt auch nix und so haben wir mal eine Stunde am Einstieg verbracht. Als die Seillschaft vor uns außer Sichtweite war, stiegen wir in den direkten Einstieg ein. Nach den ersten 2-3 Seillängen geht es dann auf den schmalen Grat. Dieser ist nie wirklich schwer, aber schön ausgesetzt und nicht langweilig zu klettern. Die Richter-Verschneidung ist schon ein wenig abgespeckt - aber nix gegen die darauffolgende Richterplatte, wo wir zum ersten Mal auf die vordere Seilschaft aufschlossen. Bei der nächsten Seilänge hatten wir die linke Bruch-Variante gewählt, da wir die direkte Variante schon kannten und wir diese wegen dem störenden Baum ungut in Erinnerung hatten. Die linke Variante ist zwar leichter, aber schaut sehr brüchig aus. Ausgebrochen ist nix, aber vorsichtig klettern schadet hier sicher nicht. Meiner Meinung nach die schlechteste Seillänge der ganzen Tour. Am Stadlwandgrat sind die gröbsten Schwierigkeiten dann vorbei, dafür bietet dieser trotzdem schöne einfache Kletterei. An diesem Tag waren auch 3 Sologänger am Grat unterwegs, die uns natürlich schell überholt hatten. Stellenweise ist der Grat aber ganz schön ausgesetzt und wir waren über unser Seil froh! Nach der Schlüsselstelle wird der Grat wesentlich leichter, sodass wir die letzten Längen am laufenden Seil liefen. Super Tour! Der Abstieg hat sich dann noch ganz schön gezogen, dafür war das kleine Bad in der Schwarza umso erfrischender ;-)

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