2014_08_13: Cuese

Nach dem uns das kalte und regnerische Wetter aus der Dauphine vertrieben hat, zog es uns zum Sportklettern nach Ceuse. Von der Wand hat jeder Kletterer bestimmt schon etwas gehört und von manchen wird sie auch als beste Kletterwand der Welt gepriesen. Najo, nachdem man bei solchen Superlativen nur entäuscht werden kann, dachten wir uns einfach, wir schauen uns das Ding mal an.. Der Campingplatz, von dem man direkt zur Wand zusteigt, liegt praktischerweise direkt unter der Wand, weshalb der Blick unweigerlich, wie von einem Magneten angezogen, immer wieder hinaufzieht. Man muss schon sagen, so wie die Wand am höchsten Punkt des Berges über das Thal thront, dass hat schon was besonderes an sich. Wenn man noch bedenkt, dass die Wand sich über mehrere Kilometer erstreckt, in den buntesten Farben schillert und über ca. 2000 Kletterrouten beherbergt, dann lässt es einen das Kletterherz verständlicherweise höher schlagen. Das Wetter war vom ersten Tag, bis auf die kühlen bzw. saukalten Nächte eigentlich perfekt zum klettern. Die 10er Kletterer werden vielleicht anderer Meinung gewesen sein, für die wird es nämlich erst perfekt, wenn wir im Schlafsack liegen, aber für uns waren die warmen Temperaturen untertags super. Das einzige Manko lag hauptsächlich an uns, dass wir einfach viel zu schwach kletterten. Die Routendichte lag defintiv über 7a, also eher über unserem Können und gerade die leichteren Routen waren mehr als gut besucht! Einige beliebte Routen waren komplett überlaufen, das heißt entweder warten, sich was anderes suchen oder das nächste Mal einfach früher aufstehen. Die Absicherung ist schlau gemacht, unten eng und oben immer weitere Hakenabstände. In der Crux an der Sturzgrenze, relativ "weit" über den Haken zu klettern, war ich auf jeden Fall so auch nicht gewohnt, was oft einiges an Überwindung gekostet hat. Aber nachdem in Ceuse stürzen an der Tagesordnung steht, gewöhnt man sich daran auch recht schnell. Der Zustieg zur Wand dauert ca. 1h, wobei man sicher schneller ist, wenn man sein Zeug bei der Wand deponiert, anstatt wie wir immer alles rauf und runterzutragen. Trotz allem für ein Sportklettergebiet ganz schön schweißtreibender Zustieg, wofür man aber mit einer tollen Aussicht und Atmosphäre bei der Wand belohnt wird. Jetzt heißt es für das nächste Mal ein bisschen mehr trainieren, damit wir uns nicht mehr so oft anstellen müssen ;-)

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